BARF

Was ist BARF ?

Unter einer Fütterung nach BARF verstehen wir heute „biologisch artgerechtes rohes Futter“ Damit ist gemeint dass wir unseren besten Freund nicht mehr aus Dosen und Fertigprodukten ernähren, sondern nur noch mit frischen und rohen Lebensmitteln die wir selbst zusammenstellen füttern. Das klingt für viele Hundebesitzer erst einmal abschreckend, weil immer noch viele Menschen glauben es sei besonders Teuer und schwierig den Hund so zu füttern.

barf
Fütterung nach BARF

Dieses Vorurteil möchten wir gern ausräumen, und bieten ihnen einige Informationen zum Thema BARF an. Viele Menschen sehen diese Art von Hundefutter als die einzig Artgerechte Fütterung der Hunde, und so ganz von der Hand zu weisen ist dieses Argument nicht, schließlich sind Hunde Fleischfresser, und erst seit ca. 70 Jahren werden Sie vom Menschen mit Industriell hergestelltem Hundefutter gefüttert.

Ihr Organismus ist also nicht daran gewöhnt menschliche Nahrung wie z.B. Getreide das in vielen Futtersorten verarbeitet wird zu verdauen, was dazu führen kann das unser Liebling eine Futtermittelallergie entwickelt und bei empfindlichen Tieren sogar zu ernsten Problemen führen kann.

Was genau verfüttert man beim BARFen ?

Was fressen Hunde beim BARF’en ?Grob Kategorisiert kann man sagen beim BARFen stehen neben rohem Fleisch noch Obst und Gemüse sowie rohe Knochen und einige Kräuter bzw Öle auf dem Speiseplan des verbeinigen Lieblings. Ganz nebenbei hat man damit übrigens auch noch die genaue Kontrolle dass der Hund kein Getreide oder andere Stoffe zu sich nimmt die seiner Verdauung schaden könnten. Es gibt allerdings eine Ausnahme: Beim BARFen sollten Sie dem Hund kein rohes Schweinefleisch geben, es kann den Aujetzky-Virus enthalten, für Menschen ungefährlich, aber für den Hund kann es tödlich ausgehen.

Beim BARFen können und sollen ruhig auch rohe Knochen verfüttert werden, diese Versorgen den Hund mit Kalzium. Für Hunde mit Zahnproblemen können Kalbsknochen oder Hühnerhälse füttern, diese sind etwas weicher und daher leichter für den Hund zu kauen. Denken Sie bitte daran die Kochen nicht zu kochen, sonst können diese Splittern und den Hund verletzen.

Obst und Gemüse roh an den Hund verfüttern ? 

Salat
mal etwas Obst und Gemuese zwischendurch ?

Ja! Beim BARFen wird der Hund mit Obst und Gemüse gefüttert, ungekocht. Natürlich sollte man dem Tier keine ganzen Früchte geben, sondern am besten roh pürieren. Falls ihr Hund den Gemüsebrei anfangs nicht besonders leiden mag können Sie ihm etwas Quark oder Hüttenkäse darunter mischen. Beinahe jedes Obst und Gemüse eignet sich dazu an den Hund verfüttert zu werden, aber einige Ausnahmen sollte man schon beachten.

 

Ungeeignet für die Fütterung sind:

  • Rohe Kartoffeln, Tomaten ,Weintrauben oder Rosinen, Zwiebeln
  • Quitten, Holunderbeeren und Rettich
  • Hülsenfrüchte (z.b. rohe Erbsen, rohe Bohnen)
  • Auberginen, Avocados
  • Rohes Schweinefleisch
  • Unreifes Obst, oder gefrorene Lebensmittel. Auch Gemüse immer vor der Fütterung auftauen.

Tipps bei der BARF Fütterung

  • Auch wenn es häufig empfohlen wird: Knoblauch nur in Maßen füttern, es verursacht häufig mehr Probleme als es dem Hund gut tut.
  • Bananen sind häufig ein Auslöser für Verstopfungen, achten Sie auf eine Moderate Fütterung damit.
  • Entwickelt ihr Hund plötzlich vermehrt Blähungen dann haben Sie eventuell etwas zu viel Kohl gefüttert. Dies kann oft ein Grund für Blähungen sein.

Öle sind wichtig beim BARFen

Damit der Organismus unseres besten Freundes auch mit Ausreichend Fettsäuren versorgt werden kann, die er nicht selbst bildet, sollten Sie hochwertige Öle in das Futter mischen. Vor allem pflanzliche Fettsäuren müssen über das Hundefutter aufgenommen werden. Viele Experten empfehlen hier vor allem kaltgepresste, nicht raffinierte Öle. Sonnblumen- oder Distelöle möglichst aus Bio-Produktion eignen sich ebenfalls.

Öle beim BARF'en
Öle beim BARF’en sind wichtig!

Kranke Hunde und BARF

Eine Umstellung auf BARF sollten Sie mit einem Kranken Hund nur in Absprache mit Ihrem Tierarzt durchführen, beraten Sie sich vor der Umstellung. So eine Umstellung ist für den Organismus des Hundes auch eine Belastung, besonders am Anfang. Wenn ihr vierbeiniger Liebling gesundheitlich Angeschlagen ist tun Sie ihm unter Umständen keinen gefallen mit der Umstellung auf BARF – besprechen Sie das also auf jeden Fall vorher mit einem Facharzt. Manchmal ist eine andere Art von Ernährung für den Hund geeigneter, z.B. getreidefreies Hundefutter.